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Prothesenkunststoff in der Zahntechnik – Materialeigenschaften und Bearbeitung

Prothesenkunststoff auf PMMA-Basis (Polymethylmethacrylat) ist das klassische Material für Totalprothesen und Prothesenbasen. PMMA ist thermoplastisch – ab ca. 70–80°C beginnt es zu erweichen. Wärmeentwicklung beim Fräsen und Polieren muss kontrolliert werden, da sich sonst die Oberfläche verändert oder die Prothesenbasis verzieht. Prothesenkunststoffe sind in verschiedenen Farben und Verarbeitungsarten erhältlich – von heiß- und kaltpolymerisierenden bis hin zu gefrästen CAD/CAM-PMMA-Blöcken.

Prothesenkunststoff fräsen – Instrumente und Anforderungen

Für Prothesenkunststoffe sind Instrumente mit ruhigem, vibrationsarmem Lauf entscheidend – Rattern hinterlässt sichtbare Spuren. Der Hartmetallfräser KGF mit Fasenschliff und reduzierter Schruppwirkung liefert glatte Oberflächen. Für grobe Abtragungsarbeiten eignen sich Hartmetallfräser mit Lamellenverzahnung LGQ und LSQ – sehr hohe Abtragsleistung bei gleichzeitig glatten Oberflächen.

Kunststoff polieren in der Zahntechnik

Für Prothesenkunststoff bewähren sich mehrere Polierstufen: Vorpolitur mit Bürsten und Universalpolierern für Prothesenkunststoff, dann Hochglanzfinish mit Pink Fluffy – Leinenschwabbel mit Schleifmittel-Imprägnierung, 5.000 min⁻¹ Entgraten, 7.000 min⁻¹ Politur. Als Polierpaste für Kunststoff eignet sich Diawax in Kombination mit Ziegenhaarbürstchen für brillante Oberflächen ohne Nachbearbeitungsspuren.

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