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NEM-Legierungen und CoCr in der Zahntechnik – Materialeigenschaften und Bearbeitung

NEM-Legierungen (Nichtedelmetall-Legierungen) sind metallische Dentalwerkstoffe ohne Edelmetallanteil – die häufigste Variante ist die CoCr-Legierung (Kobalt-Chrom), oft mit Zusätzen wie Molybdän (Co-Cr-Mo). NEM-Zahnersatz wird für Modellgussprothesen, Teleskopkronen, Konuskronen und Brückengerüste eingesetzt. CoCr-Legierungen überzeugen durch hohe Festigkeit, gute Elastizität und gute Biokompatibilität – allergische Reaktionen sind selten.

Was bedeutet NEM – Zusammensetzung und Eigenschaften

NEM-Legierungen bestehen typischerweise aus 60–65% Kobalt, 25–30% Chrom und 5–7% Molybdän sowie weiteren Spurenelementen. Die Kombination ergibt eine Legierung mit hoher Streckgrenze und guter Korrosionsbeständigkeit. Im Vergleich zu Edelmetalllegierungen ist NEM deutlich günstiger – bei vergleichbaren mechanischen Eigenschaften für Gerüste und Modellguss.

Modellguss und CoCr bearbeiten – Anforderungen an Instrumente

CoCr ist zäh und schwer zerspanbar – Standardverzahnungen neigen zur Bildung langer, nadelförmiger Späne mit Verletzungsrisiko. Für NEM und CoCr werden Hartmetallfräser mit speziell entwickelten Verzahnungen benötigt: Kombinationsverzahnungen wie RRX und FOX erzeugen kurze, körnige Späne. Die Teleskop- und Konustechnik erfordert präzise aufeinander abgestimmte Verzahnungen für Formfräsen, Schruppfräsen und Feinstfräsen. Für die Politur stehen materialspezifische Systeme wie Chrome Profi und Chrome Master für CoCr zur Verfügung.

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